E-Mobilität startet durch

In Kürze können die Bochumer ihre E-Autos im Stadtgebiet
nahezu flächendeckend aufladen – der Ausbau der Infrastruktur wird nun kräftig vorangetrieben.

Die Zahl der Autos auf unseren Straßen nimmt zu. Ein Beispiel: Allein im Monat Januar wurden in Nordrhein-Westfalen 54.111 PKW neu zugelassen. Das ist ein Zuwachs von über elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Umso wichtiger ist es, dass mehr Menschen auf umweltfreundliche Antriebe umstellen – die Stadtwerke kümmern sich deshalb um die nötige Infrastruktur.

Sie errichten bis Jahresende 24 zusätzliche Normalladesäulen und sieben weitere Schnellladesäulen, unterstützt wird der Ausbau durch eine Förderung des Bundesverkehrsministeriums. In den vergangenen Monaten haben die Stadtwerke zudem gemeinsam mit der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum (WEG) das Angebot an Ladesäulen in Parkhäusern erweitert. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte steigt damit auf 84. Hinzu kommen weitere 100 Ladepunkte, die im Kundenauftrag errichtet wurden – dazu zählen beispielsweise Ladesäulen auf Unternehmens-parkplätzen, die Mitarbeiter oder Besucher nutzen dürfen.

Für die Stadt hat diese Entwicklung eine große Bedeutung, da die Lebensqualität der Bürger eng mit dem Verkehrskonzept zusammenhängt. „Die Erweiterung des Ladenetzes bringt uns einen wichtigen Schritt vor-an und gibt jetzt noch mehr Menschen die Möglichkeit, auf Elektromobilität umzusteigen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch bei der Einweihung der neuen Ladesäule auf dem Springerplatz. Für ihn ist es besonders wichtig, dass die Säulen überdas gesamte Stadtgebiet verteilt sind, mit Abständen von maximal fünf bis zehn Kilometern. „Ladeinfrastruktur wird so flächendeckend verfügbar.

Die Stadt und die städtischen Gesellschaften haben bereits vereinbart, in den nächsten Jahren schrittweise ihre Fuhrparks auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge umzustellen und damit einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz zu leisten“, so Eiskirch. Betankt werden die E-Fahrzeuge an den öffentlichen Ladesäulen übrigens ausschließlich mit umweltfreundlichem Ökostrom.

Mit der Chip-Karte oder einer App können Vertragskunden unkompliziert die Ladesäulen nutzen.

LECLAIRE PHOTOGRAPHIE BOCHUM


FÖRDERUNG DES
LANDES SICHERN!

Wer auf E-Mobilität umsteigen möchte,
kann sich eine Förderung des Landes für eine eigene Ladesäule sichern! Biszu 50 Prozent der Investitionskosten werden übernommen (maximal 1.000 Euro pro privatem Ladepunkt). Möglich ist die Förderung sowohl für eine Standsäule als auch für die kleinere Wallbox – die können Sie sich übrigens im Kundenzentrum am Ostring anschauen.

Die Berater informieren Sie gerne auch zum Stadtwerke Lade Paket. Bei diesem Pachtmodell sparen Sie die Investitionskosten. Stattdessen zahlen Sie zusätzlich zum Stromverbrauch monatlich eine feste Gebühr. Die Stadtwerke kümmern sich um Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Service.


Internationales Abrechnungssystem

Natürlich sollte umweltfreundliches Fahren nicht aufs Stadtgebiet beschränkt sein. Für die Abrechnung haben sich die Stadtwerke daher jetzt dem Intercharge-Netz angeschlossen, mit dem eine Bezahlung an E-Ladesäulen europaweit möglich ist. „Stadtwerke-Kunden, die mit uns einen entsprechenden Vertrag abschließen, erhalten für das Laden eine Chipkarte.

Alternativ können sie sich in Kürze eine App herunterladen“, erklärt Valentin Scheltow von den Stadtwerken Bochum. Die App mache vor allem Sinn für E-Auto-Fahrer, die häufig an öffentlichen Ladesäulen tanken wollen. Wer sie nur selten nutzen möchte, kann sich über einen QR-Code an den Säulen fürs Bezahlen anmelden. Auf Reisen können Bochumer Chip-Karte oder Smartphone-App dann ebenfalls nutzen. Alle international verfügbaren Intercharge-Ladestationen lassen sich online abrufen.
intercharge.eu.