Entspanntes Gärtnern

Sie wollen keine digitale Technik einsetzen und trotzdem wenig Arbeit mit Ihrem Garten haben? Das geht!

Ein Garten, in dem im Frühjahr nichts blüht, kann ein trauriger Anblick sein. Wie gut, dass schon wenige Handgriffe ausreichen, damit sich das ändert und zwar langfristig. „Gartenbesitzern, die es einfach und praktisch mögen, empfehle ich unter anderem immergrüne Bodendecker“, sagt Frank Benning vom Gartencenter Benning. „Beispielsweise Storchschnabel, garniert mit buntlaubiger Lavendelheide oder Spindelstrauch. Das blüht schön und macht die Beete so dicht, dass Unkraut kaum Raum hat. Außerdem sorgen diese Pflanzen im Winter für etwas Farbe.“ Zur Abwechslung könnte man mehrjährige Sommerstauden wie Rittersporn oder Sommerhut dazwischen pflanzen.

Immergrünes ist pflegeleicht

An Sträuchern empfiehlt Benning immergrünen Rhododendron, von dem es viele Sorten gebe, die in unterschiedlichen Farben blühen. Auch die Felsenbirne sei ein beliebter Gartenstrauch. „Sie macht kaum Arbeit, blüht im Frühjahr sehr schön, ab Juli hängen die bunten Beeren an den Zweigen, und im Herbst machen die besonders intensiv verfärbten Blätter Freude.“ Außerdem rät Benning zu einem kleinen Wechselbeet. „Drei Quadratmeter reichen, vielleicht neben der Terrasse. Dort können saisonal Blütepflanzen gesetzt werden, wie Hornveilchen im Frühjahr oder Geranien im Sommer. So hat man mit wenig Aufwand fast immer etwas Blühendes vor Augen.“

Guter Boden spart Zeit

Regelmäßige Pflege erspart übrigens ebenfalls Arbeit. „Hier im Ruhrgebiet haben wir häufig sehr lehmhaltige Böden, was nicht jede Pflanze verträgt“, erklärt der Experte. „Da hilft es, beim Einpflanzen Sand unter die Erde zu mischen. Wer dafür 15 Minuten mehr investiert, hat deutlich länger Freude an seinen Pflanzen.“ Zudem seien im Gartenhandel Sets erhältlich, mit denen der pH-Wert des Bodens gemessen werden könne. „Die meisten Böden sind eher sauer, was dazu führt, dass Pflanzen die Nährstoffe schlechter verwerten können“, sagt Benning. Als Gegenmaßnahme müssten die Böden einmal im Jahr gekalkt werden, möglichst im Winter. Wer das versäumt hat, kann es im März noch nachholen, sollte dann aber eine Kalksorte wählen, die sich schnell auflöst. Ganz wichtig sei zudem das Düngen. „Unterm Strich erspart es viel Geld und Arbeit“, weiß Benning. „Denn ohne Dünger beginnen zum Beispiel mehrjährige Stauden im Laufe der Zeit zu schwächeln und kommen oft nicht wieder, weil ihnen die Nährstoffe fehlen. Außerdem gibt Dünger Pflanzen Kraft, damit sie sich ausbreiten können und Unkraut verdrängen.“ gartencenter-benning.de  


4 Trends

Harald Spieker, Gartenbau-Ingenieur von Schley’s Blumenparadies verrät, was derzeit im Garten und auf dem Balkon gefragt ist.

  • 1. Immer mehr Gartenbesitzer legen Wert auf eine insektenfreundliche Bepflanzung, etwa durch Rosen und Blütengehölze mit einfachen, offenen Blüten wie Holunder
  • 2. Seit dem extrem warmen Sommer im vergangenen Jahr werden hitzetolerante Gehölze verstärkt nachgefragt.
  • 3. Bei der Gestaltung liegen Gräser und Bambus weit vorne, auch in Kästen und Kübeln auf dem Balkon.
  • 4. Gesunde Ernährung ist Trend. Gepflanzt werden daher unter anderem Kräuter und Heilpflanzen, aber auch Obstbäume und Beerensträucher sowie Tomaten und Paprika. Das funktioniert auch auf dem Balkon. schley-gartencenter.de