Gesucht: Azubis mit Power

Die Stadtwerke Bochum bieten ihren Azubis eine spannende Ausbildung und gute Chancen, später übernommen zu werden.

Eines haben alle Azubis der Stadtwerke Bochum gemeinsam: Das Strahlen fällt ihnen leicht, wenn sie zum Ausbildungsstart fotografiert werden. Schließlich haben sie einen der begehrten 14 Plätze ergattert. Bei knapp 1.000 Konkurrenten ist das schon eine ausgezeichnete Leistung. Gute Schulnoten reichen nämlich nicht aus, um in die engere Wahl zu kommen. „Die Persönlichkeit der Kandidaten ist für uns genauso wichtig“, sagt Ausbildungsleiter Stefan Vieth. Bewerben können sich Schüler auf drei verschiedene Ausbildungsberufe, die alle auch als duales Studium möglich sind. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2018.

Scharf kalkuliert

Für den Ausbildungsstart im Sommer 2019 suchen die Stadtwerke sechs angehende Industriekaufleute. Diese Ausbildung ist besonders vielseitig, weil die Azubis rund 15 Abteilungen durchlaufen, in denen sie jeweils ein bis zwei Monate eingesetzt sind.„Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte auf jeden Fall gut mit Zahlen umgehen können und ein Grundverständnis für kaufmännische Themen haben“, sagt Vieth. „Denn die Azubis machen wir unter anderem fit in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Controlling, Materialwirtschaft, Personalservice und Vertrieb.“

Neben der normalen Berufsschule vertiefen die Auszubildenden schulische und betriebliche Inhalte im internen Werksunterricht. Bewerber sollten aufgeschlossen sein. Denn Kundenkontakt steht an der Tagesordnung. „Außerdem wünschen wir uns natürlich von Bewerbern, dass sie gut im Team arbeiten können“, sagt Vieth. In ihren Unterlagen können Schüler daher gerne Hinweise auf entsprechende Erfahrung unterbringen. „Wir sehen es zum Beispiel gerne, wenn die Jugendlichen sich ehrenamtlich engagiert haben oder Schülersprecher waren.“ Die aussichtsreichsten Kandidaten lädt er zum Einstellungstest ein, der etwa drei Stunden dauert und vor allem die Kenntnisse in Mathe und Deutsch abfragt. Zudem diskutieren die Teilnehmer in einer Gruppe.

Handwerkliches Geschick ist gefragt.

Technisch ausgefeilt

Die späteren Industriemechaniker starten in der Lehrwerkstatt in Bochum-Hamme. Ihre Ausbilder warten darauf, ihnen unter anderem drehen, biegen und fräsen beizubringen, damit sie zu Experten für industrielle Produktionsanlagen werden. Abwechslung ist auch hier garantiert. „Die Azubis lernen im Außendienst vor allemdie Bereiche Kraftwerke, Rohrnetz sowie Schlosserei kennen“, erzählt Vieth. „Unverzichtbar sind gute Noten in Mathe und Physik, außerdem Spaß an der Mechanik.“

Hoch spannend

Das sollten auch künftige Elektroniker für Betriebstechnik mitbringen. Sie montieren Systeme in Kraftwerken und warten Schalt- und Umspannanlagen. „Das fängt an bei der einfachen Haustechnik und geht bis zur digitalen Steuer- und Regelungstechnik“, so der Ausbildungsleiter.

Für diese technischen Berufe ist es daher hilfreich, wenn die Schüler ihr Geschick auch schon mal privat unter Beweis gestellt haben. „Wer als Hobby zum Beispiel Modellflugzeuge baut, sollte das in seinem Anschreiben erwähnen“, rät Vieth. Auch im Einstellungstest steht das technische Verständnis im Vordergrund. Die Bewerber müssen unter anderem eine Biegeprobe durchführen.
Grundsätzlich gilt für alle Kandidaten: Praktika sind ein dickes Plus und erhöhen die Chancen. Für alle drei Berufsfelder haben die Stadtwerke übrigens auch duale Studiengänge im Programm. Dabei wird der praktische Teil mit einem Bachelor-Studiengang kombiniert.

Tipp: Die Stadtwerke kennenlernen auf der Berufsinformationsmesse Ruhr (BIM) in der  Jahrhunderthalle am 4. und 5. Mai 2018. Oder direkt online bewerben.