Gigabit City!

1.000 Megabits pro Sekunde herunter-laden: Rasend schnelles Internet ist ab sofort in Bochum verfügbar.

Für den IT-Experten Andreas Kedzia hat das Warten endlich ein Ende. Zwei bis drei Tage pro Woche arbeitet er in seinem Homeoffice in Bochum, weil sein Arbeitgeber in Köln und Hamburg sitzt. „Ich logge mich über einen speziellen Client ein und kann dann direkt auf die Server des Unternehmens zugreifen“, erklärt er – vorausgesetzt, die Internetverbindung ist schnell genug. Bis vor wenigen Wochen hakte es nämlich immer mal wieder. „Solche Verzögerungen sind natürlich ganz schön störend, wenn man etwas wegschaffen will“, sagt Kedzia. Als er eine Werbung für das neue Gigabit-Angebot sah, habe er sich daher sofort angemeldet, und tatsächlich sei der Unterschied deutlich spürbar. „Ich kann jetzt alles ruckzuck öffnen und herunterladen. Ich merke gar nicht mehr, ob ich mit Dateien auf meinem eigenen Rechner arbeite oder auf dem Server in Köln.“

90 Prozent der Haushalte haben Zugriff

Andreas Kedzia arbeitet jetzt schnell und problemlos online.

Der 48-Jährige ist im Gigabit-Zeitalter angekommen – Bochum ist die erste Stadt Deutschlands, die an das innovative Kabelnetz angeschlossen wurde. Zu verdanken ist das einer Kooperation von Unitymedia, den Stadtwerken Bochum und der Stadt Bochum. 170.000 Haushalte – das sind mehr als 90 Prozent – haben Zugang zum Hochgeschwindigkeitssurfen. Die Verfügbarkeit hängt davon ab, ob ein Glasfaseranschluss der Stadtwerke Bochum oder ein Kabelanschluss von Unitymedia möglich ist. Die Downloadgeschwindigkeit liegt bei bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), also ein Gigabit, bei Uploads sind es 50 Mbit/s. Für den Tempozuwachs hat Unitymedia sein glasfaserbasiertes Kabelnetz in Bochum mit gigabitfähigen Netzelementen ausgestattet sowie den Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 eingeführt. Für Experten ist dieser sperrige Begriff ein Schlüsselwort für eine gigaschnelle Datenübertragung. Perspektivisch sollen die Übertragungsraten durch Nachfolgetechnologien sogar noch steigen.
Andreas Kedzia wird sich darüber freuen und nicht nur er: „Meine Kinder sind 14 und 16“, sagt er lachend. „Die haben hohe Ansprüche, was das Internet betrifft.“ Gut, dass es jetzt auch bei den Online-Streamingdiensten nicht mehr hakt.


Moderne Glasfaserkabel

Glasfaser ist physikalisch gesehen das schnellste Übertragungsmedium der Welt, rund eine Million Mal schneller als die üblichen Kupferkabel. Die Daten werden als Lichtsignale durch die hauchdünnen Glasfasern geschickt und erreichen ihr Ziel wortwörtlich mit Lichtgeschwindigkeit. Weitere Vorteile: Glasfasern altern nicht, und es können keine Kurzschlüsse entstehen, da die Leitungen keinen Strom führen. Die häufigsten Störungsursachen sind daher von vornherein ausgeschlossen.