Warmer Süden

Die Stadtwerke haben zusammen mit der Ruhr-Universität ein umweltfreundliches Energiekonzept umgesetzt.

43.000 Studenten und mehr als 5.600 Mitarbeiter, ganz zu schweigen von den Labors und technischen Einrichtungen – die Ruhr-Universität Bochum (RUB) braucht viel Energie. Da macht es Sinn, sie direkt vor Ort zu erzeugen – und dabei den Klimaschutz zu fördern.

Für dieses Ziel haben die Stadtwerke Bochum zusammen mit der RUB 30 Millionen Euro in eine dezentrale Wärmeerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung gesteckt und dafür eine Gesellschaft gegründet: die unique Wärme GmbH & Co. KG. Sie versorgt ab sofort nicht nur die Uni selbst, sondern auch den Stadtteil Querenburg. Die FUW GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft der Stadtwerke, liefert die Wärme an über 4.800 Mietwohnungen, 760 Eigenheime und 115 weitere Kunden in Querenburg. Das RWE-Kraftwerk an der Wohlfahrtstraße ist abgeschaltet worden.

Das neue Heizkraftwerk ist am Technischen Zentrum der RUB angesiedelt, wird aber von der Leitwarte des Stadtwerke-Heizkraftwerks in Hiltrop gesteuert. Zunächst sind drei Erdgaskessel in Betrieb gegangen. Im Laufe der Heizperiode wird das Herzstück der Anlage zugeschaltet: zwei Blockheizkraftwerke (BHKW), die etwa neun Megawatt an thermischer Energie für die Wärme liefern sowie ungefähr die gleiche elektrische Leistung – der produzierte Strom deckt einen Teil des Bedarfs der Uni. Durch die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung können jedes Jahr 26.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.