Europas größte Batteriezellen-Fabrik

Ein chinesischer Hersteller von Batterielösungen baut nun die größte Batteriezellen-Fabrik in Thüringen.

Die Nachfrage nach Batteriezellen für die Elektromobilität steigt immer weiter. So auch in der Bundesrepublik. Bislang kaufen die heimischen Autohersteller ihre Batterien in Asien und setzen sie dann in Deutschland zu großen Akkus zusammen. Aber mit der Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern ist bald Schluss, denn ein chinesischer Hersteller baut nun Europas größte Batteriezellen-Fabrik in Thüringen.

600 neue Arbeitsplätze

Die chinesische Firma möchte circa 240 Millionen Euro in das Werk investieren und seine Lithium-Ionen-Batterien allen europäischen Autoherstellern anbieten. Außerdem werden in dem Werk Energiespeicher für Strom aus regenerativen Quellen gebaut. Es werden rund 600 neue Arbeitsplätze entstehen, laut dpa könnten langfristig auch bis zu 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Asiatische Konzerne bei Batteriezellen-Fertigung führend

Die Kapazität der Batterien im Thüringer Werk wird bei 14 Gigawattstunden liegen, die Batterien sollen automatisiert hergestellt werden. Das Werk soll zudem als eigenständige Firma mit Produktion, Forschung und Entwicklung, sowie Logistik geplant werden. Bislang sind asiatische Konzerne bei der Batteriezellen-Fertigung führend, doch in dem neuen Werk sollen auch europäische Kenntnisse einbezogen werden. Erster Kunde ist BMW, der Autobauer will Batteriezellen im Wert von 1,5 Milliarden Euro vom Thüringer Werk beziehen.