Gas als Dieselersatz

Dank Dieselskandal ein neuer Schub für die Erdgasmobilität?

Beim diesjährigen Symposium Zukunft Gasmobilität, welches von den Gasbranchenverbänden DVGW und Zukunft Erdgas in Berlin veranstaltet wurde, setzen Betreiber von Erdgastankstellen und Autohersteller darauf, dass der Dieselskandal zu Veränderungen im Mobilitätssektor beitragen wird.

Netz der Erdgastankstellen ausbauen

Der Head of Operations beim Gastankstellenbetreiber Gazprom NGV Markus Buggisch sagt beim Symposium, dass sich die Zahlen interessierter Firmenkunden an Betankungsmöglichkeiten für Erdgasfahrzeuge immer stärker entwickeln. Dies möchte Gazprom nutzen und sein Tankstellennetz in Deutschland weiter ausbauen. Und auch der französische Öl- und Gaskonzern Total sieht den Autoantrieb mit Erdgas als „reife Technologie“, so Bruno Daude-Lagrave. „Wir glauben sehr stark an CNG“, sagte der Geschäftsführer der Deutschlandtochter von Total. Auch Total möchte seine Zahl an Erdgastankstellen in Europa erhöhen.

VW will nicht nur Tankstellen sondern auch Zulassungszahlen ausbauen

Der einstige Auslöser des Dieselskandals, VW, möchte sich nun mehr um alternative Antriebe kümmern. Dazu gehört auch, den Ausbau des Tankstellennetzes voran zu treiben. Deswegen bekräftigte Stephen Neumann, der Konzernbevollmächtigte für Erdgasmobilität bei VW, in Berlin, die Zahl der Erdgastankstellen bis 2025 auf 2.000 Stück zu erhöhen. Der heutige Marktführer bei Erdgasautos ist sich sicher, dass dieser Fahrzeugmarkt wachse. Die Zulassungszahlen steigen seit den letzten Jahren immer weiter an und auch die Bestelleingänge bei VW deuten darauf hin, dass sie noch weiter nach oben gehen.