Hydraulischer Abgleich: Gefragt wie nie

Jeder fünfte Kunde fragte im Januar seinen Handwerker nach einem hydraulischen Abgleich – das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Kein Wunder: Hausbesitzer können über 100 Euro sparen.

Nach einer Umfrage der Kampagne Meine Heizung kann mehr fragten im Januar 2012 nur 9% aller Kunden bei ihrem Installateur nach einem hydraulischen Abgleich.

Ein Jahr später waren es bereits 19%. Der Abgleich entwickle sich immer mehr vom Geheimtipp zum Standard, so der gemeinnützige Inittiator der Kampagne, co2online.

21 Prozent optimieren nachträglich

Für die Umfrage werden regelmäßig 390 Heizungsinstallateure und jeweils 120 Energieberater und Schornsteinfeger von einem Marktforschungsinstitut telefonisch interviewt. Durchschnittlich führt jeder der Betriebe in Deutschland pro Jahr 15 hydraulische Abgleiche durch.

Über die Hälfte (51 Prozent) erfolgen bei einer Erneuerung des Kessels im Gebäudebestand, rund ein Viertel (28 Prozent) bei einer Heizungsinstallation im Neubau. Bei gut einem Fünftel (21 Prozent) werden bestehende Heizanlagen im Rahmen einer Optimierungsmaßnahme nachträglich hydraulisch abgeglichen.

1,6 Milliarden Euro Sparpotenzial

Verbraucher profitierten von deutlich geringeren Energiekosten und die Umwelt werde durch weniger CO2-Emissionen entlastet. Nach einem hydraulischen Abgleich verteilt sich die Wärme im Haus effizienter Hauseigentümer können so im Schnitt 110 Euro Heizkosten sparen.

Würde der hydraulische Abgleich flächendeckend in Deutschland umgesetzt, ließen sich jährlich 1,6 Milliarden Euro Energiekosten einsparen und 5,6 Mio t CO2 vermeiden. Experten aus der Heizungsbranche fordern eine Aufnahme des hydraulischen Abgleichs in die Energieeinsparverordnung (EnEV), die Bundestag und Bundesrat aktuell diskutieren.