Nachfrage nach Bike-Sharing hält an

Prognose: Bike-Sharing-Boom hält bis 2021, Umsatz mit Fahrrad-Verleihdiensten steigt jährlich um 20 Prozent.

Radfahren ist günstiger als ein Taxi zu nehmen, flexibler als mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren und zeitsparender als mit dem Auto einen Parkplatz zu suchen. Immer mehr ziehen es jedoch vor, ein Fahrrad zu leihen statt zu kaufen – aus finanziellen Gründen, unregelmäßigem Bedarf oder Angst vor Diebstahl. Kein Wunder also, dass das Bike-Sharing in Großstädten immer beliebter wird. Entsprechend groß ist inzwischen das Angebot an Leihfahrrädern.

Boom hält bis 2021 – und das global

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat ihre Studie „Bike Sharing 4.0“ veröffentlicht. Das Ergebnis: Sämtliche Mobilitätslösungen rund um das Fahrrad werden in naher Zukunft ein starkes Wachstum von durchschnittlich rund 20 Prozent erleben. Zudem erreiche der globale Markt für den Fahrradverleih bis zum Jahr 2020 ein Marktvolumen von 3,6 bis 5,3 Milliarden Euro. „Der Markt für Bike-Sharing-Lösungen zeigt ein erhebliches Potenzial in der ganzen Welt“, sagt Tobias Schönberg, Roland Berger-Partner.

Boom lockt IT-Branche an

„Für private Investoren entstehen im Bike-Sharing-Sektor neue Investitionsalternativen mit attraktiven Renditen. Doch auch weitere Unternehmen werden sich immer stärker an der Wertschöpfungskette des Bike Sharing-Marktes beteiligen“, erklärt Schönberg. Sowohl digitale als auch technische Innovationen werden die Produktangebote beeinflussen und strategische Partnerschaften mit IT-Anbietern, Online-Fahrdiensten oder sozialen Netzwerken entstehen.