Ran an die Fördertöpfe!

Die Bundesregierung will die Energiewende und den Klimaschutz im Gebäudesektor beschleunigen. Der Clou: Wer Energie spart, bekommt Geld geschenkt. Dr. Katrin Leonhardt erklärt, wie das geht.

Frau Dr. Leonhardt, die KfW-Bankengruppe hat sich ja in den letzten Jahren von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Kreditanstalt für die Energiewende gemausert…Leonhardt: Ja, wir sind in der Tat ‚die’ Umweltbank Deutschlands. Mehr als ein Drittel unseres jährlichen Kreditvolumens fließt in die Umweltfinanzierung, Mit unserem Aktionsplan Energiewende sind wir gut gewappnet für den immensen Finanzierungsbedarf, den die ehrgeizigen Ziele für die Energiewende auslösen. So adressieren zum Beispiel unsere Förderprogramme für die Steigerung der Energieeffizienz im Neubau und im Gebäudebestand eines unserer wichtigsten Förderfelder! Unser Prinzip ist einfach: Wir orientieren uns an den Einsparzielen, die die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgibt. Wer sie unterschreitet, wird gefördert. Und je höher die erreichte Energieeinsparung – desto attraktiver die Förderung. Ihr Motto lautet: „Energiewende. Wir fördern das“. Was genau?Leonhardt: Wir haben in diesem Jahr unser Angebot noch mal fokussiert. Wer sein Haus beziehungsweise seine Wohnung entweder komplett oder mit verschiedenen Einzelmaßnahmen energetisch saniert, bekommt ein sehr zinsgünstiges Darlehen, bei Erreichen eines bestimmten Standards zusätzlich einen Tilgungszuschuss. Alternativ können Ein- und Zweifamilienhausbesitzer einen Zuschuss erhalten. Wer einen sparsamen Neubau errichtet, bekommt ebenfalls zinsgünstige Kredite. Im letzten Jahr haben wir übrigens etwa jeden zweiten Wohnungsneubau in Deutschland gefördert. Je energieeffizienter ein Haus wird, umso höher fallen die Tilgungszuschüsse aus. Die Zinskonditionen sind wirklich topp, zum Beispiel beim Programm Energieeffizient Sanieren gibt es derzeit in allen Laufzeitvarianten 1 Prozent Effektivzins.Sie haben große praktische Erfahrungen. Was sind die wichtigsten Punkte, die die Sanierer und Bauherren beachten sollten?Leonhardt: Ganz wichtig ist es, vor Beginn der Planung einen Energieberater einzuschalten, auch bei Einzelmaßnahmen. Bereits dafür gibt es eine Förderung! So ein Fachmann betrachtet das Haus von einem ganzheitlichen Standpunkt aus. Das hilft, kostspielige Fehler zu vermeiden. Und er kennt den passenden Fördertopf. Zudem weiß er, ob man noch weitere Töpfe nutzen kann, also welche Programme der KfW untereinander oder mit Angeboten anderer Förderinstitute, etwa des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), kombinierbar sind. Wichtig auch: den Förderantrag stellen, bevor man baut oder saniert!An wen muss sich der Verbraucher konkret wenden, wenn er Ihre Förderung in Anspruch nehmen will?Leonhardt: Für Kredite muss er sich an seine Hausbank wenden. Dabei ist es sehr hilfreich, beim Beratungsgespräch bereits über die KfW-Fördermöglichkeiten Bescheid zu wissen, um seinen Bankberater ganz gezielt darauf anzusprechen. Wer einen Zuschuss für die Selbstfinanzierung will, der wendet sich direkt an die KfW. Informationen bekommen Interessierte telefonisch beim KfW-Infocenter oder auf der Webseite www.kfw.de.Frau Dr. Leonhardt, wenn Sie einen Bauherren bzw. Modernisierer mit vier Argumenten in aller Kürze von der Notwendigkeit der persönlichen Energiewende überzeugen wollen…Leonhardt: … dann sage ich ihm Folgendes. Erstens: Die Konditionen der KfW sind unschlagbar. Zweitens: Der Lohn besteht in einer dauerhaften Energieeinsparung. Drittens: Damit erhöht sich der Wert der Immobilie. Viertens: mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität – das ist eine hervorragende Kombination.

Die KfW hilft

Haben Sie Fragen zu den Konditionen von Förderprogrammen oder zur Vorbereitung eines Bankgesprächs? Die Experten im KfW-Infocenter helfen gerne weiter.

Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 539 9002 (Montag bis Freitag 8:00 bis 17:30 Uhr) oder per E-Mail an: infocenter@kfw.de

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