Wer zahlt jetzt die Schäden?

Heftige Unwetter und Regenschauer gehören in Deutschland zum Sommer.

Wer eine Elementarschadenversicherung abschließt, ist im Fall der Fälle finanziell abgesichert. Feuer, Blitzschlag, Sturm und Hagel, Rohrbruch oder Frost – eine klassische Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten für eine ganze Reihe von Schäden, die Naturgewalten verursacht haben. Was aber, wenn Dauer- oder Starkregen Teile des Hauses überfluten? In diesem Fall bekommen Eigentümer nur Geld von der Versicherung, wenn sie eine Elementarschadenpolice, auch Naturgefahrenversicherung genannt, abgeschlossen haben. Eine solche Police versichert zudem Schäden, die durch Rückstau, durch Überlastung der Abwasserrohre, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch sowie Schneedruck oder Lawinen entstanden sind.

Wer sich absichern sollte

Eine Elementarschadenversicherung kann entweder in Kombination mit der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Für Hausbesitzer ist beides empfehlenswert. Mieter brauchen eventuell eine Zusatzklausel zur Hausratversicherung, die durch Unwetter beschädigte Möbel, Teppiche oder Haushaltsgegenstände ersetzt. Wer in einem oberen -Stockwerk wohnt und im Fall einer Überschwemmung verschont bleibt, kann auf eine Elementarschadenversicherung verzichten.

Hohes Risiko, hoher Preis

Kunden sollten sich gut informieren, bei wem sie die Versicherung abschließen, denn in der Branche gibt es große Preisunterschiede. Wie hoch der Beitrag ist, hängt auch davon ab, wo das Haus steht. Versicherer nutzen für die Risiko-bewertung das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS). Je gefährdeter der Standort der Immobilie ist, desto teurer die Prämie. Einige Versicherer übernehmen gar keine Kunden, deren Haus zur höchsten Gefährdungsklasse 4 zählt. Mehr als 90 Prozent der Häuser jedoch gehören zur niedrigsten Risikostufe ZÜRS-Zone 1 und sind damit preiswerter zu versichern. Doch auch selbst für die 0,6 Prozent der Immobilien in der ZÜRS-Zone 4 kann sich eine teure Police lohnen – schließlich können schnell einige zehntausend Euro zusammenkommen, wenn das Haus nach einer Überschwemmung wieder instandgesetzt werden muss.


99 Prozent

der Gebäude in Deutschland
wären problemlos gegen Überschwemmungen und Starkregen versicherbar. Rund 40 Prozent haben diesen Schutz.*

* Quelle: www.gdv.de